Sehnsucht nach Zusammenhalt

Gottesdienst aus der Gethsemanekirche Berlin
Gottesdienst aus der Gethsemanekirche Berlin

Foto: D. Wendland, EKPN

Über die Sendung

Was hält Menschen zusammen? Was verbindet? Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht die Sehnsucht nach Zusammenhalt in einer Welt, die auseinanderzudriften droht. Mit Sorge wird wahrgenommen, wie Kommunikation scheitert und Solidarität in Familie und Gesellschaft abnehmen, durch populistische Strömungen und zerfallende Parteien in Europa, durch eine stetig wachsende Kluft zwischen arm und reich, durch die Folgen von Globalisierung, Digitalisierung und Klimawandel. Der Gottesdienst folgt dagegen den Spuren adventlicher Lieder und Texte. Sie zeugen von der Kraft der Sehnsucht. Vom Unmöglichen, das im Glauben möglich wird.

Die Gethsemanekirche blickt auf eine spannungsvolle Geschichte zurück: Hier versammelten sich Christen und Nichtchristen in der Wendezeit, um ihrer Sehnsucht nach Einheit und Freiheit im geteilten Deutschland Ausdruck zu verleihen. Hier traf man sich zu runden Tischen, um das Trennende in den Köpfen nach der Wiedervereinigung durch Diskussion und Aufarbeitung zu überwinden. Hier beteten Menschen für die Freilassung eines Gemeindemitglieds, des Menschenrechtsaktivisten Peter Steudtner, der monatelang unschuldig in der Türkei inhaftiert war. Im Oktober 2017 wurde er freigelassen.

Die Predigt in diesem Rundfunkgottesdienst halten Almut Bellmann, Pfarrerin an der Gethsemanekirche, und Dr. Christian Stäblein, Propst der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz. Es singt der Frauenkammerchor der Gemeinde unter der Leitung von Christiane Rosiny, Organist ist Oliver Vogt. Es erklingen u.a. Werke von Gabriel Fauré.

Kurz nach der Ausstrahlung im Radio wird die Sendung hier zum Nachlesen und Anhören veröffentlicht werden.

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02.12.2018 10:05
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